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Ausfahrt des RT 41



       sie. Vor der Besichtigung haben wir noch ausrei-
       chend Zeit, die Stadt zu erkunden. Urkundlich be-
       reits im 11. Jahrhundert erwähnt, lag sie damals
       inmitten eines Moores, von dem heute große Teile
       einen Park bilden.
        Der Name der Stadt lautet übersetzt „Burg im
       feuchten Gebiet“. Das gleiche gilt übrigens auch
       für die deutsche  Verwandtschaft, Duisburg im
       Ruhrgebiet. Seine strategische Lage am Fluss
       Ijssel machte Doesburg 1447 zur Hansestadt und
       Mitglied im Hanseverbund. Sehenswert ist auch
       die historische Altstadt mit 150 unter Denkmal-
       schutz stehenden Gebäuden.
        Bei einer Führung im Senfmuseum (Mosterdmu-
       seum), neben der eigentlichen Senffabrik, erfah-
       ren wir anschaulich alles über die Herstellung von
       Senf und wie die Senfkörner unter Hinzufügen von
       Essig über 2 Mühlsteine zu Most zerrieben wer-
       den. Hinzu kommt für Senf-Fans ein kleiner Blick
       über den Tellerrand. In den Räumen des kleinen
       Museums gibt es ein Sammelsurium aus Utensi-
       lien und Senftöpfen. Natürlich decken sich viele
       unserer Mitfahrer mit reichlich Senf ein. Der ist ja
       auch jahrelang haltbar durch den Zusatz von Es-
       sig, wie uns versichert wurde. Und ein Rezept zur
       Zubereitung der Senfsuppe gibt es obendrein.
        Vielleicht steht auch im Stadtbierhaus „De
       Waag“ die Doesburger Senfsuppe auf der Speise-
       karte. Bei diesem Lokal, das in der unteren Etage
       des alten Stadthuis liegt, handelt es sich um einen
       niederländischen Rekordhalter. Urkunden zufolge
       werden hier Gäste seit 1478 Gäste bewirtet. Nicht
       so alt, aber trotzdem echt historisch und urig ist
       die Einrichtung, die einen Besuch bei Kaffee, Tee
       oder Bier lohnt.
        Vom Reichtum dieser einst wichtigen Stadt, die
       ihre Stadtrechte immerhin 60 Jahre vor Amster-
       dam erhielt, erzählt auch die imposante Martini-
       kirche. Im gotischen Baustil und mit drei großen

































       Das Clubmagazin des Mercedes-Benz R/C 107 SL-Clubs Deutschland e.V.                 107 Klassik 4/2022   -   67
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