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Fahrt nach Dresden
Tag in der sächsischen Landes- der dortigen Fahrkartenausgabe
hauptstadt stand nochmals eine war sie allerdings nicht verfügbar,
Ausfahrt auf dem Programm. Es sodass einer von uns die 16 € für
ging erneut in die nähere südli- Hin- und Rückfahrt zu begleichen
che Umgebung, mit Schwerpunkt hatte. Auf der Weiterfahrt tauchte
Dippoldiswalde, nachfolgend orts- ein Gebrauchtwagenhandel auf,
üblich Dipps genannt und Tor zum bei dem einige Wartburg und Trab-
Osterzgebirge. Erste Station war bis auf bessere Zeiten hofften.
das dortige Museum für mittel- Das nächste Etappenziel hieß
alterlichen Bergbau im Erzgebirge Oberbärenburg, zu DDR-Zeiten
MiBERZ. In Vergessenheit gerate- eine beliebte Ausflugs- und Skire-
ne weitläufige Erzbergwerke aus gion. Der auf 750 m Höhe gelegene
dem Mittelalter waren nach dem und sehr idyllische Ort führt heute
Hochwasser 2002 wieder entdeckt eher ein Schattendasein am Rande
worden, als weiträumige Unter- der Touristenströme, zu Unrecht.
spülungen der Hohlräume zu ober- Bei einer Kaffeepause waren wir
irdischen Einbrüchen in der Stadt Wasserfassen vor der Rückfahrt anscheinend die einzigen Gäste.
geführt hatten. So ist das Museum Die Rückfahrt Richtung Dresden
in der Lage, europaweit einzig- führte uns über kaum befahrene
artige archäologische Funde aus Sträßchen und vorbei an Orten, in
der Montanregion Erzgebirge dem denen die Zeit stehen geblieben zu
interessierten Besucher zu zeigen sein schien. Ein Abendessen in der
und dabei einen Einblick in das Heidemühle bei Rabenau, einem
Leben und Arbeiten der Bergleute ehemaligen Sägewerk aus dem
vor ca. 800 Jahren über und unter Jahr 1548, beendete diesen ereig-
Tage zu ermöglichen. nisreichen Tag.
Nach dem Museumsbesuch Dann hieß es auch schon wieder
stand eine Fahrt mit der 1882 in Abschied nehmen von Dresden. Am
Betrieb gegangenen Weißeritztal- ersten der wiederum auf zwei Tage
bahn (Spurweite 750 mm) in den geplanten Rückfahrt wählten wir
11 km entfernten Endpunkt Kurort ab Dresden die B 173 mit Fahrten
Kipsdorf und zurück nach Dipps durch Freital, Chemnitz, Zwickau
auf dem Programm. Diese Bahn- und Plauen. Der heiße Tag, starker
strecke ist die dienstälteste öffent- Ein schlummernder DDR-Fuhrpark Verkehr, ständige Umleitungen und
liche Schmalspurbahn Deutsch- vor allem eine sehr hohe Ampel-
lands. Der von uns befahrene Streckenabschnitt dem ÖPNV zugehörige Bahn auch mit dem 9 € dichte erwiesen sich als nervenzehrend und ließen
ist erst im Sommer 2017 nach dem Hochwasser Ticket zu benutzen war, freute es den, der eine nach der Durchfahrt von Zwickau den dringenden
von 2002 wieder in Betrieb gegangen. Da diese solche Fahrkarte sein Eigen nennen konnte. An Wunsch nach einer Kaffeepause aufkommen.
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