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Fahrt nach Dresden


































       Statue von Martin Luther vor der Frauenkirche, im   Im Stallhof
       Hintergrund Turm der Dreikönigskirche in der Neustadt


       oper beschied. Außerdem seien solche Ansinnen   ihr nahezu verschmelzen und eins werden ohne   sogar Bilder im Innenhof des Zwingers gelungen.
       nachmittags nach drei Uhr für den Folgetag ohne-  andere lärmende Zeitgenossen. Vereinzelte früh-  Der weitere  Verlauf unseres dritten  Tages in
       hin vermessen. Somit war guter Rat teuer. Aber   morgendliche Radfahrer oder eine bereits bei   Dresden war anschließend nur noch dem Müßig-
       wer zum Sonnenaufgang über die Augustusbrü-  Sonnenaufgang ihrer Tätigkeit nachgehende städ-  gang gewidmet. Ein  Aufstieg auf den  Turm der
       cke fährt, braucht auch für den Stallhof keine   tische Reinigungskraft wirken nicht störend, sie   Dreikönigskirche in der Neustadt, deren Kirchen-
       Einfahrgenehmigung, dauert  doch nur  ein paar   scheinen sich vielmehr mit dem großen Ganzen   schiff  in den  ersten  Jahren nach  Gründung  des
       Minuten. Und siehe da: Um halb sieben, stand das   zu vereinen.        Freistaates Sachsen Sitz des sächsischen Par-
       nachts verschlossene Tor zum Stallhof offen, und   Diese ganz besondere Stimmung durfte Eber-  laments gewesen war, gab einen wunderbaren
       wir fuhren frohen Mutes hinein. Es entstanden   hard nun bereits zum zweiten Mal erleben, nach-  Rundblick über das historische Altstadtpanorama
       wunderschöne Bilder. An der Außenwand der Säu-  dem er vor ziemlich genau drei Jahren mit seinem   und die weitere Umgebung. Der Tag fand einen
       lenbogenreihe links findet sich der Fürstenzug.  W 111 Coupé eine erste gleichartige Fotostrecke   sehr angenehmen Ausklang mit einer abendlichen
        Aber das dicke Ende kommt bekanntermaßen   gemacht hatte, übrigens direkt im Anschluss an   Grillade im Garten des Cousins.
       am Schluss. Beim Einsteigen in unsere Wagen sa-  das Jahrestreffen in München. Seinerzeit waren   Für unseren vierten und damit bereits letzten
       hen wir am Tor eine Person, die sehr interessiert
       und nachhaltig in unsere Richtung schaute und
       sich bald als besagte Consièrge des Vortages ent-  W111 Coupé im Innenhof des Zwingers
       puppte. Der Stallhof wird per Videokamera über-
       wacht, und die Consièrge war dringenst an das
       Tor beordert worden, um unser scheinbar zweifel-
       haftes Tun zu beenden. Zum Glück konnte Uwe sie
       mit seiner charmanten Art von unseren friedlichen
       Absichten überzeugen. Nach diesen nervenaufrei-
       benden Husarenritten hatten wir uns ein ausgiebi-
       ges und vor allem geruhsames Frühstück redlich
       verdient.
        Nicht mehr Nacht und noch nicht  Tag – die
       morgendliche blaue Stunde ist in einer Stadt wie
       Dresden ein ganz besonderes Erlebnis. Sie atmet
       förmlich Ruhe und Frieden und vermittelt eine
       sehr eigene Art der Geborgenheit vor der Hektik
       des heraufziehenden  Alltags mit den zur  Arbeit
       strebenden Bewohnern und dem erwachenden
       Touristenrummel. Da kann die Stadt ganz Stadt
       sein, der einsame Frühaufsteher oder der spät
       heimwärts strebende Nachtschwärmer kann mit



       Das Clubmagazin des Mercedes-Benz R/C 107 SL-Clubs Deutschland e.V.                 107 Klassik 4/2022   -   61
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