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Fahrt nach Dresden
die Ecke in der Theresienstraße 15 betreibt sein des Osterzgebirges und der Sächsischen Schweiz.
Cousin einen großen öffentlichen Parkplatz ge- Durch das Müglitztal erreichten wir zunächst
genüber vom Neustädter Bahnhof auf demselben Weesenstein mit gleichnamiger Burg. In diesem
Gelände, auf dem die Familie beider väterlichen Ort hatte die am Besuchstag beschaulich dahin-
Vorfahren über vier Generationen bis zur Enteig- plätschernde Müglitz bei dem Hochwasser 2002
nung 1947 die Fa. Pfütze & Co, größte Spedition verheerende Schäden angerichtet, Teile des Ortes
am Ort, betrieben hatten und wo benachbart die bleiben seitdem vorsorglich unbebaut. Der nächs-
ehemalige Villa ihres Urgroßvaters steht. te Halt galt der berühmten Uhrmacherstadt Glas-
hütte mit ihren Manufakturen der Luxusuhren-
marken. Anschließend ging es über die Höhen des
Osterzgebirges mit bis zu 700 Höhenmetern in die
südlichen Ausläufer der Sächsischen Schweiz mit
den Sandsteinfelsen des Pfaffensteins und einem
weiten Blick über die umgebenden Berge bis weit
nach Böhmen. Die mittägliche Rast konnten wir
bei bestem Wetter auf der Sonnenterrasse des
Heutiges Firmenschild am Parkplatz Restaurants auf dem Wolfsberg genießen. Nach
Querung der Hochebene bei Reinhardtsdorf und
Besteigung des
Auf dem Parkplatz fand auch der 500 SL für dortigen Sandsteinfelsens der Kaiserkrone führ-
die folgenden Nächte ein sicheres Unterkommen. te uns der Streckenverlauf hinunter ins Elbtal nach Augustusbrücke
Den Tag beschlossen wir gemeinsam mit einem Bad Schandau und rechtselbisch durch das wild-
abendlichen Bummel durch die Neustadt und romantische Kirnitzschtal, wo wir uns auf einem
einem Essen beim Chinesen in der Alaunstraße. kurvenreichen Abschnitt die Straße mit einer his- Nach einem erholsamen Dienstag war für
Für den Pfingstmontag stand eine gemeinsame torischen Straßenbahn teilen mussten, wieder hi- Mittwoch sehr frühmorgendliches Aufstehen an-
Ausfahrt mit dem örtlichen Stammtisch Dresden nauf bis Sebnitz. Nach einem letzten Zwischenhalt gesagt, da unser fotografischer Tagesbeginn mit
Elbland der MBIG auf dem Programm. Nanu, in Hohnstein mit Kaffee und Kuchen auf gleichna- dem Sonnenaufgang zusammenfiel. Wir trafen
MBIG? Im Zuge unserer Reiseplanung war der miger Burg klang dieser herrliche Tag mit einem uns morgens um vier Uhr an der in den letzten
Versuch einer Kontaktaufnahme zum RT 01 Dres- abschließenden Abendessen auf dem Marktplatz Jahren in einen wunderbaren Zustand renovier-
den per E-Mail leider ins Leere gelaufen. Umso von Pirna und einem großen Dank an unseren ten Augustusbrücke beim Goldenen Reiter. Erster
offener zeigte sich Wolfgang als Leiter des noch Tourenplaner aus. Fotopunkt war in der Mitte der Brücke. Eine Fahrt
jungen MBIG-Stammtisches, für den diese ver- Drei Tage hinter dem Lenkrad erschienen uns über die Brücke ist generell für alle Fahrzeuge, mit
einsübergreifende Ausfahrt eine Premiere dar- dann vorerst einmal ausreichend. Außerdem war Ausnahme von Straßenbahn, Taxen und Fahrräder
stellte. Neben unseren beiden 107ern nahmen noch für den Mittwoch unser Vorhaben einer gesperrt. Und außer für uns an diesem Morgen.
noch zwei W 111 Heckflossen (ein 220 SEb aus Fotostrecke mit unseren Fahrzeugen vor den Se- Von den tagsüber verkehrenden drei Straßen-
1963 und ein 230 Sb aus 1965) sowie ein W 124 henswürdigkeiten der Stadt vorzubereiten. Dafür bahnlinien war zu der frühmorgendlichen Stunde
E 220 Coupé aus 1995 teil. mussten geeignete Orte und Positionen ausge- lediglich die Linie 4 zu berücksichtigen, deren bei-
Durch Wolfgangs profunde Ortskenntnisse und sucht werden, da das vorgesehene Zeitfenster de Richtungen uns gemäß Fahrplan ein Zeitfenster
untermauert durch seine kulturhistorischen Aus- begrenzt war. Im Übrigen sollte man ein paar von etwa 20 Minuten ermöglichten. Es hat gerade
führungen wurde es bei durchweg trockenem geruhsame Stunden in Elbflorenz bei einem erfri- so gereicht. Danach ging es weiter zum Platz vor
Sommerwetter ein sehr interessanter Fahrtag schenden Eis und einer wohlschmeckenden Eier- der Semperoper mit gegenüberliegender Hofkir-
durch die südlich von Dresden gelegenen Teile schecke auch keinesfalls missachten. che und kurfürstlichem Schloss.
Ehemals Wohnhaus des Urgroßvaters Fuhrpark vor der Manufaktur Glashütte Original
Das Clubmagazin des Mercedes-Benz R/C 107 SL-Clubs Deutschland e.V. 107 Klassik 4/2022 - 59

