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Fortsetzung Restaurierungsstory 170S
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Kompromisslos wurden alle U-Scheiben in Edelstahl
und Muttern in Messing verwendet.
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Nach diesem Akt hatten wir gut lachen!
Zwangsanpassung würden Vibrationen und die galvanisch wirkenden Schutzanstrich aus Zink-
ständige Federwirkung entweder irgendwann die phosphat. Ebenfalls lackierte ich alle, die später
dünnen M4-Stehbolzen abreißen oder die Keder unsichtbaren Rändern der Befestigungsaugen
durchscheuern lassen. Später scheuert der Lack nun nochmals mit Zinkphosphat nach. Nach Jede U-Scheibe bekam einen Wurstkringel Teroson
dann auch noch durch und der Rost hat freies Trocknung fettete ich die Ränder zusätzlich mit dauerelastischer Dichtmasse.
Spiel. Ebenso könnten die Leisten Dellen in die Mike Sandersfett satt nach. Auch die eingescho-
Blechhaut eindrücken und die gesamte Linien- benen Befestigungselemente fettete ich vorher
führung für immer zerstören. Aber-so weit so gut mit MS-Fett, sodass sich auch unter den Zier- Befestigungselementen auf die Messingleisten
war ja nun alles im Lot. leisten keine Korrosion von scheuerndem Stahl- bilden kann, auch nicht nach –zig Jahrzehnten.
Kompromisslos wurden alle U-Scheiben in
6 7 Edelstahl und Muttern in Messing verwendet
(Bild 8). Nie mehr sollte mir bei einer eventuel-
len. Demontage die relativ dünnen M4-Befesti-
gungsstehbolzen abbrechen. Jede(!) U-Scheibe
bekam einen Wurstkringel Teroson dauerplasti-
scher Dichtmasse verpasst (Bild 9). So kann nie-
mals Regen- oder Waschwasser in die Karosserie
laufen und dort z. B. die Holzunterkonstruktion
angreifen oder sonstigen Moder begünstigen
(Bild 10).
Die Zierleisten-Befestigungselemente bekamen alle Obwohl galvanisch schon gelbverzinkt zusätzlich
einen zusätzlichen Korrosionsschutz aus Zinkphosphat. Zinkphosphat
So kann niemals Wasser über die Befestigungslöcher
in die Karosserie laufen.
Zuerst hatte ich als Vorbereitung die Befesti-
gungselemente mit Zinkphosphatgrundierung
alle optimal gegen Rostansätze behandelt (Bild
6–7). Zu sehr hatte ich die vielen Karosserie-Un-
terrostungen oft quasi unter jeder(!) Zierleiste
bei anderen Fahrzeugen im Gedächtnis. Auch an
meinem Fahrzeug kann ich mich während den
Blecharbeiten noch gut erinnern, dass viele der
5 mm Befestigungsbohrungen bis zu mehreren
zentimetergroßen Löchern vom Rost aufgefres-
sen waren (siehe dazu Detailbeispiel innerlicher
Restaurierungsnarben in Bild 10). Bei meinem
Fahrzeug sollte Rostfraß absolut nirgends mehr
vorkommen können!
Die an und für sich schon gelb verzinkten Zier-
leistenklammern bekamen zusätzlich noch einen
Das Clubmagazin des Mercedes-Benz R/C 107 SL-Clubs Deutschland e.V. 107 Klassik 2/2022 - 89

