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Fortsetzung Restaurierungsstory 170S
Blüten der Leidenschaft!
Blick über den Tellerrand:
Vollrestauration eines W136 Mercedes 170S A-Cabrios, Baujahr 1951.
Teil 20: Die Kraftstoffversorgung
Die „ambulante Spritversorgung“ mit der Plastikflasche sollte ein Ende finden (Bild 1). Bis dass der Kraftstoff vom Tank
am Vergaser ansteht, muss der Sprit ein paar Hürden überwinden.
den Händen, Klamotten und Werkstattboden führt.
Dass die flüchtigen Benzindünste hochexplosiv
sind, sei nur am Rande hier erwähnt.
Tankgeber und Ansaugrüssel mit
MS-Schräubchen montiert
mit zwei, drei Zentimeter breiten massiven Stahl-
Probelauf mit „ambulanter Spritversorgung“ bändern gehalten. Ein voller Tank wiegt immerhin
aus der Plastikflasche Feinfilter am Ansaugrüssel zur Kraftstoffentnahme
ca. 80 Kg. Neben der Innenrostung sterben viele
Tanks auch an einer mangelhaften Befestigung.
Fangen wir beim Tank an. Der von außen und Zwischen den Haltebändern und dem Tank gräbt
vor allem aber auch innen versiegelte Tank, siehe sich schnell Schmutz, feiner Sand und Wasser ein,
Teil 5 „Einzelaggregate“, musste zunächst einmal
komplettiert werden. Bis auf die Dichtungen sind Nach rund 50 Jahren
sämtliche Teile über 60 Jahre alt (Bild 2). Jedes kommt der Tank endlich wieder an seinen Platz
Teil, vorrangig der Feinfilter am Ansaugrüssel,
musste peinlichst genau gereinigt, auf Beschä-
digungen und kalte Lötstellen untersucht werden
(Bild 3). Das kann man vorerst mit Druckluft über-
prüfen. Für die Benzinmatscherei ist es immer Neue Korkdichtungen mit Schablone angefertigt
noch früh genug. Kenner wissen, dass die Arbei-
ten an der Benzinversorgung immer zu stinken- Die Dichtungen zur Montage des Ansaugrüs-
sels und des Tankgebers sind nicht mehr liefer-
Tankutensilien zum Einbau vorbereiten bar. Aber solche Kleinigkeiten sind ja leicht selbst
anzufertigen (Bild 4). Zuerst schneidet man sich
eine Schablone aus Papier grob aus, perfektioniert
diese dann bis zur exakten Passung. Die eigent- Befestigungsband mit Gummiunterlagen
liche Dichtung fertigt man dann aus einem ben-
zinresistenten Korkdichtungsbogen. Die Montage
erfolgt mit Messingschräubchen (Bild 5). Schraubt
man provisorisch nun den Tankdeckel auf, hält mit
einem Finger den Reserveanschluss zu, kann man
mit Druckluft nun die Dichtigkeit vom kompletten
Tank und deren Anbauteilen über den Hauptan-
schluss sauber und einfach prüfen.
Den komplettierten Tank hob ich nun mit dem
Getriebeheber an seinen Platz. Der Tank wird
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