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                                                                              auf 2,3 Liter Hubraum aufgebohrte Motor leistet
                                                                              110 kW (150 PS) und ist ein sportlich ausgelegter
                                                                              Antrieb.
                                                                                1967 löst der Mercedes-Benz 250 SL den 230
                                                                              SL ab. Die Änderungen betreffen  im  Wesent-
                                                                              lichen den Motor und die Bremsanlage. Der
                                                                              hubraumgrößere Motor bietet ein zehn Prozent
                                                                              höheres Drehmoment, so fährt sich der 250 SL
                                                                              deutlich elastischer. Neben den drei bekannten
                                                                              Karosserieausführungen (Roadster mit Klappver-
                                                                              deck, Coupé mit abnehmbarem Dach und Coupé
                                                                              mit abnehmbarem Dach und Roadsterverdeck)
                                                                              ist der 250 SL auf Wunsch auch als Coupé mit
                                                                              Fondsitzbank lieferbar. Bereits weniger als ein
                                                                              Jahr nach seiner Präsentation wird der 250 SL
                                                                              vom Mercedes-Benz 280 SL mit 2,8-Liter-Motor
                                                                              und 125 kW (170 PS) Leistung ersetzt. Von 1963
                                                                              bis 1971 entstehen insgesamt 48.912 „Pago-
                                                                              den“ der Baureihe W 113.

       Hoffman entstanden.  Technisch entspricht der   Äußere ist geprägt von klaren und geraden Li-  Mercedes-Benz SL der Baureihe
       Roadster weitgehend dem Coupé, durch Modi-  nien sowie dem SL-Gesicht mit großem zentra-
       fikation der Seitenteile des Gitterrohrrahmens   len Mercedes-Stern. Das optionale Hardtop mit   R 107 (1971 bis 1989)
       kann die Einstiegshöhe so weit reduziert werden,   hohen Scheiben und dem von schmalen Säulen
       dass sich normale Türen realisieren lassen.  getragenen Dach erinnert durch seine nach innen   Die SL der Baureihe R 107 haben im Frühjahr
        Grundlegend gegenüber dem Coupé verbessert   gewölbte Form an asiatische Tempelbauten. Das   1971 Premiere, den Anfang macht der 350 SL.
       ist die Hinterradaufhängung: Die in den „Pon-  bringt dem W 113 den Beinamen „Pagode“ ein.   Erstmals in der Geschichte des Mercedes-Benz
       ton“-Sechszylindertypen der Baureihe  W 180   Basis der Bodengruppe sind die Mercedes-Benz   SL arbeitet unter der Motorhaube ein Achtzylin-
       im Jahr 1954 eingeführte Eingelenkpendelachse   „Heckflosse“-Limousinen der Baureihe 111, die   dermotor.  1973  folgt  der  450  SL.  Die  Baureihe
       mit tief gelegtem Drehpunkt ist in angepasster   weltweit ersten Personenwagen mit Sicherheits-  strahlt Eleganz und Solidität aus. Das Crashver-
       Form nun auch beim 300 SL Roadster eingebaut   karosserie.  Von der entsprechenden Forschung   halten des offenen Zweisitzers ist seiner Zeit weit
       und wird erstmals mit einer Ausgleichsfeder ver-  profitiert auch diese SL-Generation.  voraus. Technisch macht er sich beispielsweise in
       sehen. Sicherheitsgurte sind ab 1957 als Sonder-  Das Fahrwerk, übernommen aus der Limousine   einem sorgsam definierten Knautschverhalten
       ausstattung erhältlich. Ab Oktober 1958 gibt es   Mercedes-Benz 220 SE, ist auf die Belange des   von  Karosserie  und  Rohbaustruktur  bemerkbar
       als Sonderausstattung ein abnehmbares Coupé-  sportlichen  Autos abgestimmt. Seine Federung   und in einer konsequent nach Sicherheitskrite-
       dach mit weit herumgezogenem Heckfenster. Im   ist straff und zugleich für einen Sportwagen sei-  rien gestalteten Innenausstattung.
       Lauf der Produktionszeit wird der Sportwagen in   ner Zeit fast untypisch komfortabel. Der Sechszy-  In ihrer sehr erfolgreichen 18-jährigen Produk-
       Details weiterentwickelt. Unter anderem erhält   lindermotor stammt ebenfalls aus der Limousine,   tionszeit erhält die Baureihe R 107 eine ganze
       er ab März 1961 Dunlop-Scheibenbremsen an   ist jedoch für den Einsatz im SL modifiziert. Der   Reihe  von  Sechs-  und  Achtzylindermotoren.
       Vorder-  und  Hinterrädern  sowie  ab  März  1962
       einen Leichtmetallmotorblock.
        Die Produktion des 300 SL Roadsters in Sindel-
       fingen endet zeitgleich mit dem Bau des 190 SL
       am 8. Februar 1963. Insgesamt werden 1.858
       Exemplare des offenen Sportwagens gebaut.
       Beide Versionen der Baureihe W 198, Roadster
       und Flügeltürencoupé, sind von Anfang an Lieb-
       haberfahrzeuge. Sie gehören heute zu den ge-
       suchtesten und bestnotierten Klassikern.


       Mercedes-Benz SL der Baureihe W
       113 (1963 bis 1971)

        Auf dem  Genfer Auto-Salon  1963 präsentiert
       Mercedes-Benz  den  neuen  230 SL  (W  113). Er
       ist als komfortabler zweisitziger Reisewagen mit
       hohen Fahrleistungen konzipiert und ersetzt 190
       SL (W 121) und 300 SL Roadster (W 198). Das



       Das Clubmagazin des Mercedes-Benz R/C 107 SL-Clubs Deutschland e.V.                 107 Klassik 2/2022   -   37
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